Um S4L weiter voranzubringen, hat sich das Team nun zum „Förderverein Spin-Technologie in der Medizin“ zusammengeschlossen. Ziel des Vereins ist es, eine geeignete operative Organisation für S4L zu schaffen und dauerhaft die Spin-Forschung zu fördern.

Förderverein zur Unterstützung der S4L-Idee gegründet

Um S4L weiter voranzubringen, hat sich das Team nun zum „Förderverein Spin-Technologie in der Medizin“ zusammengeschlossen. Ziel des Vereins ist es, eine geeignete operative Organisation für S4L zu schaffen und dauerhaft die Spin-Forschung zu fördern.
Zugvögel finden ihren Weg mithilfe eines Proteins in ihrer Netzhaut. Das wird durch Licht in einen bestimmten quantenchemischen Zustand versetzt, sodass aus entgegengesetzten Spins innerhalb des Proteins gleichgerichtete werden. Aus der prozentualen Aufteilung zwischen beiden möglichen Spinausrichtungen und den daraus resultierenden Reaktionen erschließen die Vögel die Richtung des Erdmagnetfeldes – und damit ihre Flugroute.

Zugvögel: Spin sorgt für Orientierung

Zugvögel finden ihren Weg mithilfe eines Proteins in ihrer Netzhaut. Das wird durch Licht in einen bestimmten quantenchemischen Zustand versetzt, sodass aus entgegengesetzten Spins innerhalb des Proteins gleichgerichtete werden. Aus der prozentualen Aufteilung zwischen beiden möglichen Spinausrichtungen und den daraus resultierenden Reaktionen erschließen die Vögel die Richtung des Erdmagnetfeldes – und damit ihre Flugroute.
In Sachsen, im Großraum Leipzig-Chemnitz, ballt sich auf kompaktem Raum bereits echte interdisziplinäre, technologische Forschungsexzellenz. Dazu der jahrhundertalte Gründer- und Erfindergeist. S4L will an diese Tradition anknüpfen und die Energie nutzen, die in einer sich derart schnell entwickelnden Gegend steckt – und die es braucht, um in eine neue Ära nach der Braunkohle einzutreten.

Nach der Kohle. Eine neue Ära

In Sachsen, im Großraum Leipzig-Chemnitz, ballt sich auf kompaktem Raum bereits echte interdisziplinäre, technologische Forschungsexzellenz. Dazu der jahrhundertalte Gründer- und Erfindergeist. S4L will an diese Tradition anknüpfen und die Energie nutzen, die in einer sich derart schnell entwickelnden Gegend steckt – und die es braucht, um in eine neue Ära nach der Braunkohle einzutreten.
Das Einzigartige an S4L: Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft treffen sich auf einem Campus, nicht nur abstrakt, sondern ganz real. Von der Idee bis zur Anwendung wollen wir so von Anfang an eng zusammenarbeiten, um bisherige Hürden gar nicht erst entstehen zu lassen. „Die echte Präzisionsmedizin können wir damit tatsächlich erreichen“, sagt Dr. Rebecca Ramb, Vizepräsidentin Magnetresonanz Siemens Healthineers.

Industrie & Forschung  –  Gemeinsam von Anfang an

Das Einzigartige an S4L: Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft treffen sich auf einem Campus, nicht nur abstrakt, sondern ganz real. Von der Idee bis zur Anwendung wollen wir so von Anfang an eng zusammenarbeiten, um bisherige Hürden gar nicht erst entstehen zu lassen. „Die echte Präzisionsmedizin können wir damit tatsächlich erreichen“, sagt Dr. Rebecca Ramb, Vizepräsidentin Magnetresonanz Siemens Healthineers.
Als Spin bezeichnet man in der Teilchenphysik den Eigendrehimpuls der kleinsten Teilchen in den Atomen, etwa den Protonen, Neutronen und Elektronen. Er ist eine unveränderliche innere Eigenschaft von Teilchen und ist zentral für die Quantenmechanik. Auf dem Spin beruhen u. a. die magnetischen Momente der Teilchen, die Feinstruktur der Spektrallinien und der Ferromagnetismus.

Spin – Was ist das?

Als Spin bezeichnet man in der Teilchenphysik den Eigendrehimpuls der kleinsten Teilchen in den Atomen, etwa den Protonen, Neutronen und Elektronen. Er ist eine unveränderliche innere Eigenschaft von Teilchen und ist zentral für die Quantenmechanik. Auf dem Spin beruhen u. a. die magnetischen Momente der Teilchen, die Feinstruktur der Spektrallinien und der Ferromagnetismus.

Spin for Life – Forschen für die Medizin von morgen

Der Spin als gegebene quantenmechanische Eigenschaft von Teilchen ist die Grundlage komplexer Materie, etwa von Atomen, Molekülen, Peptiden, Nukleotiden, Proteinen und Zellen, und damit des gesamten Lebens. Der Spin bestimmt Struktur und kontrolliert Funktion jeglicher Materie. Er kann aber auch als unschädlicher, nicht-invasiver Sensor genutzt werden. Dadurch lässt sich beispielsweise dichtes, undurchsichtiges Gewebe mithilfe der Magnetresonanztomographie abbilden.

Diese grundlegenden Eigenschaften des Spins wollen wir von Spin for Life (S4L) erforschen und nutzen. Denn trotz erster großer Erfolge wie die Magnetresonanztomographie steht man hier noch immer am Anfang der Möglichkeiten. Wir wollen daher Spitzenforschung aus Physik, Chemie, Ingenieurwesen und Informatik zusammenbringen, um Durchbrüche in der Spinforschung zu erreichen, die grundlegende Innovationen in den Lebenswissenschaften und der Medizin vorantreiben.

Unsere Vision: Die individualisierte, vorausschauende und vorsorgliche Medizin im Smartphone-Format. Bisher setzt man eine Standard-Therapie für eine Krankheit ein. Wir wollen eine auf den Patienten perfekt zugeschnittene Diagnostik und Behandlung schaffen. Neurodegenerationen, Krebs, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauferkrankungen ließen sich schneller entdecken, bevor gravierende Schäden entstehen – besonders relevant in einer alternden Gesellschaft. Selbst Fitness- und Pandemietests oder Therapiebegleitung aus der Ferne wären dann möglich.

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